OHG - Opferhilfegesetz

Wem hilft das Opferhilfegesetz?


Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes
Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes sind Personen, die Opfer eines Deliktes wurden, das den Menschen in körperlicher, sexueller oder psychischer Hinsicht schützt. Davon betroffen sind Personen, die z.B. Opfer eines Sexualdeliktes oder eines anderen Gewaltverbrechens wurden. Nicht als Opfer gelten Personen, deren Vermögen oder Ehre durch ein Delikt verletzt wurde.

OHG-Opfer haben Ansprüche
Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes und deren nahe Bezugspersonen können unentgeltliche Beratungen bei anerkannten Opferberatungsstellen beanspruchen und sie erhalten jene Hilfe, die unmittelbar nach der Tat dringend notwendig ist. Sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, erhalten sie auch eine Genugtuung. Der Staat bezahlt diese Summe anstelle des zahlungsunfähigen Täters und nimmt danach Rückgriff auf ihn. Einen Teil des Schadens wird als Entschädigung jenen Personen bezahlt, die nicht in guten wirtschaftlichen Verhältnissen stehen.

OHG-Opfer haben einen Persönlichkeitsschutz im Strafverfahren
Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes haben auch im Strafverfahren besondere Rechte. Das wohl wichtigste Recht, ist dass Kinder und Opfer von Sexualdelikten nicht mit der verdächtigten Person in den Einvernahmen konfrontiert werden, sondern die Befragungen entweder in einem Spiegelzimmer stattfinden oder per Video in einen anderen Raum übertragen werden.

Weitere Informationen: www.opferhilfe.zh.ch

AGAVA-Reader 2010

Jetzt bestellen!

Ware Frau - Ware Mann - Ware Kind

Eine Textsammlung der Referate des 9. AGAVA-Kongresses zum Thema Menschen-Handel und Menschen-Ausbeutung in der Schweiz vom 3./4. September 2010

 

Agava Reader 2010