Kongress 2005
Wo Bilder kippen ... Erotik - Sex - Porno - Gewalt. - 4. AGAVA-Kongress vom 18. November 2005
Wo Bilder kippen ...
Erotik - Sex - Porno - Gewalt
Ein Studientag zu den Grenzen zwischen dem, was an Bildern von Menschen
in unserer Kultur nötig ist, und dem, was solche Grenzen überschreitet
und durchbricht, ausnützt und entwürdigt.
Für Personen aus den Bereichen
- Psychotherapie und Meidzin
- Justiz und Polizei
- Schule und Kirche
- Sozialarbeit und Heime
- Betriebe und Organisationen
- Verbände und Vereine
4. AGAVA-Kongress: 18. November 2005, Hirschengraben 50, 8001 Zürich; 9.00-17.45 Uhr
Jede Kultur braucht Menschen-Bilder, Körper-Bilder. Sie orientieren,
sie leiten das Fühlen und Denken, sie regen an, sie zeigen, was
Mensch-Sein ist. Menschen-Bilder lassen nicht kalt, sie provozieren
Reaktionen, Wertungen. Sie regen auf, sie stossen ab, sie ziehen an,
sie befördern Trends und Haltungen.
Bilder von Menschen, Bilder von Körpern bestimmen die Einstellung von
Menschen zueinander und die Meinung übereinander. Sie erzeugen Respekt
für das besondere Subjekt des andern. Sie suggerieren aber auch
Verfügbarkeit: Auf dem Bild, im Film oder in der Geschichte sind die
dargestellten Menschen Objekte. Was mit ihnen gemacht wird, liegt im
Ermessen der Betrachtenden und der Lesenden. Deren Wünsche und
Fantasien, Hoffnungen und Ängste können auf sie projiziert werden; die
Dargestellten sind diesem Vorgang ausgeliefert. Ihre Körper werden zur
Gebrauchsware. Um ähnliche Belange geht es an den verschiedenartigen
Orten, wo Sexualität in allen denkbaren Formen ausgelebt werden kann.
Dennoch: Menschen brauchen Bilder von Menschen, von Menschenkörpern,
zum Leben. Zur Herausbildung ihrer eigenen Persönlichkeit und
Selbstvergewisserung. Zur sinnlichen Sozialisation. Wo aber kippen die
Bilder? Wo sind die Grenzen zwischen dem, was als «erotisch und
erotisierend» gesehen, und dem, was als «pornografisch» und
«gewalttätig» apostrophiert wird? Dem möchten wir
disziplinenübersteigend nachgehen.
Leitung
Cornelia Kranich Schneiter, Rechtsanwältin
Franziska Greber, Psychotherapeutin/Supervisorin/Beraterin von Organisationen
Hans Strub, Aus- und Weiterbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer
Kosten
Teilnahmegebühr, Dokumentation, Mittagessen, Pausenkaffe: Fr. 290.-
Auskunft
Sekretariat AGAVA, Blaufahnenstrasse 10, 8001 Zürich;
Regula Blättler, 044 258 92 47, info@agava.ch
Anmeldung
Bis spätestens 8. November 2005 an info@agava.ch
Ausstellung/Literatur
Interessentinnen und Interessenten können, nach Voranmeldung und mit
Zustimmung der Kongressleitung, an einer kleinen Ausstellung vor dem
Plenumssaal mitwirken.
Es besteht die Möglichkeit, am Kongress ausgewählte Literatur zum Thema
sowie Reader mit den Referaten früherer AGAVA-Kongresse zu erstehen.
AGAVA-Preis
Am Ende des Kongresses wird der AGAVA-Preis 2005 für besondere
Verdienste zur Überwindung von Gewalt und Machtmissbrauch und gegen die
Ausnützung von Abhängigkeiten verliehen.


